Mit dem Firmenblog die Kundenbindung erhöhen

Eine gute Kundenbindung ist für Unternehmen das A und O. Die klassischen Wege zu werben führen heutzutage häufig ins Nirgendwo, die Ansprüche der Konsumenten haben sich geändert.

Mit dem Firmenblog die Kundenbindung erhöhen
Bala Sivakumar, CC BY-SA 2.0

Kunden legen heute wert auf spannende Inhalte und eine Begegnung auf Augenhöhe. Ein Firmenblog kann mit der richtigen Strategie dabei helfen, die Loyalität der Kunden langfristig zu erhöhen.

Veränderte Ansprüche der Kunden

Unternehmen, die sich immer noch von ihren (potentiellen) Kunden abgrenzen und sich nicht auf die neuen Möglichkeiten einlassen, die das digitale Marketing ihnen bietet, werden auf lange Sicht nicht mehr weit kommen. Zwar üben viele Unternehmen sich inzwischen in Social Media-Disziplinen, doch tun sie das mehr schlecht als recht. Sich auf Augenhöhe zu begegnen bedeutet nicht, dass eine Präsenz in den sozialen Netzwerken oder ein Blog genügen. Vielmehr haben User den Anspruch, über die verschiedenen Plattformen mit den Unternehmen in Interaktion zu treten und sehen dies unter anderem natürlich auch als Erweiterung des Kundenservices an. Die Nutzer zu ignorieren führt daher zum Gegenteil von dem, was erreicht werden soll: Eine höhere Kundenbindung.

Wichtige Eckpunkte für „eine gute Führung“

  1. Umfang

    Das Führen eines Unternehmensblogs ist gar nicht so schwer: Pro Woche sollten regelmäßig etwa zwei oder drei Artikel verfasst werden und die Inhalte sollten dem Kunden einen Mehrwert liefern. Die Qualität der Beiträge ist allerdings sehr relevant. Im Zweifel ist es allemal besser, lieber weniger Artikel zu veröffentlichen, die dafür aber hochwertigen Inhalt liefern.

  2. Themen

    Um die Kundenbindung zu erhöhen, benötigen Sie Content, der Interaktionen fördert oder Hintergrundwissen bietet. So können Sie etwa ein Produkt vorstellen, das Ihren Kunden eine Menge Zeit spart. Sie können Ihrem Zielpublikum aber auch Einblicke in den Unternehmensalltag geben oder ihm ein Whitepaper zur Verfügung stellen, bei dem die Leser nützliche Tipps erhalten. Sind die angebotenen Inhalte für Ihr Publikum interessant, kommt es gern wieder – und es empfiehlt Ihr Unternehmen sogar weiter. Helfen Sie Ihrem Publikum, tragen Sie relevante Informationen an die Kunden weiter, aber vermeiden Sie es, ausschließlich über sich und Ihre einzigartigen Produkte zu sprechen, denn das kann jeder und es langweilt Internet-User.

  3. Ehrlichkeit

    Den Nutzern etwas vorzumachen, geht in den wenigsten Fällen gut aus. Authentizität ist daher von ebenso hoher Priorität wie Kontinuierlichkeit. Es hat keinen Sinn einen Blog zu führen, der vor Werbesprech aus allen Nähten platzt und nicht auch hin und wieder Insights oder nützliche Informationen gibt.

  4. Kundenbedürfnisse

    Aufgrund der vereinfachten Möglichkeiten durch Blogs in Interaktion mit Unternehmen zu treten, kommen Kundenrückmeldungen häufig auf direktem Wege. Diese geben ohne Umwege Einblicke in die Bedürfnisse der Nutzer, so dass Dienstleistungen genau zugeschnitten werden können. Daher gilt es die Interaktionen zu fördern: Sich totzustellen ist dabei keine gute Idee. Es kann sich sehr lohnen, sich in den Kommentaren zu engagieren und ein offenes Ohr zu haben. Das unten stehende Beispiel von Quick Sprout verdeutlicht die Notwendigkeit.

Beispielhafte Corporate Blogs

  1. Edited

    Edited macht vor, wie ein guter Unternehmensblog geführt werden sollte. Der Blog hält spannenden Content zu umfassenden Lifestylethemen bereit. Hauptsächlich aber werden dort die neuesten Trends und ausgewählte Lieblingsstücke der Redakteure oder Kunden vorgestellt, wobei der Verkauf nicht an erster Stelle steht. Trotzdem schlau gemacht, dass ganze Outfits gezeigt und diese auch noch mit direktem Link zum jeweiligen Produkt im Shop versehen sind. Ein Blick in den vielfältigen Blog lohnt allemal!

  2. Buffer

    Buffer ist ein Dienst, von dem die wenigsten Leser etwas gehört haben werden: Der Social Sharing-Dienst bietet ein Tool für Online Marketer, das ihnen das Planen von Beiträgen in sozialen Netzwerken erlaubt. Im Corporate Blog werden den Usern in aller Regelmäßigkeit heiße Tipps für das Social Media Marketing an die Hand gegeben. Buffer liefert seiner Zielgruppe damit genau den Content, den es benötigt und lesen will und das mit großem Erfolg. Für sein Nischendasein hat das Unternehmen nebenbei gesagt eine der beeindruckensten Pinterest-Präsenzen, mit dem Buffer sicher auch User auf seine Seite zieht, die fernab der eigentlichen Zielgruppe liegen. Wie dort zu erkennen ist, wird sich nicht auf das Unternehmen und seine Produkte versteift, sondern einfach Inhalte bereitgestellt, die bei dem Zielpublikum auf Interesse stoßen und teilweise auch bei der breiten Masse gut ankommen. Hier gilt es aber Vorsicht walten zu lassen: Die Zielgruppe zu kennen und Beiträge für sie zu schreiben ist sehr wichtig. Dennoch verhilft lockerer Content auch häufig zu einem größeren Publikum.

  3. Quick Sprout

    Auch Quick Sprout (nach unten scrollen) wird der Mehrheit eher kein Begriff sein. Das von Neil Patel (Twitter: @neilpatel) gegründete Unternehmen hilft bei der Traffic-Steigerung. Interessanter, als die vielen und kontinuierlichen Blogposts ist hier aber der Fakt, dass Patel auf nahezu jeden Leserkommentar persönlich antwortet und sich dafür die nötige Zeit nimmt. Vielleicht sollte dazu gesagt werden, dass Patel in der Branche nahezu einen Prominentenstatus besitzt und es eigentlich nicht „nötig“ hätte, sich mit Fragen der Nutzer auseinanderzusetzen. Er tut es dennoch und das aus gutem Grund: Seine Leser sind ihm treu und die Leserschaft enorm groß. Allein auf Twitter hat Neil Patel mehr als 150.000 Follower.

[ssba]